Glossareintrag
Byzantinische Fehlertoleranz (BFT)
GrundlagenByzantinische Fehlertoleranz (BFT) ist die Fähigkeit eines Netzwerks, sich zu einigen, obwohl Teilnehmer ausfallen, lügen oder sich widersprechen.
Definition
Byzantinische Fehlertoleranz, kurz BFT, bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, korrekt weiterzuarbeiten, selbst wenn einzelne Teilnehmer beliebig ausfallen – abstürzen, verstummen, widersprüchliche Nachrichten senden oder gezielt lügen. Der Name stammt vom Problem der byzantinischen Generäle, einem Gedankenexperiment über Feldherren, die sich auf einen Plan einigen müssen, während einige von ihnen Verräter sind. Öffentliche Blockchains stehen genau vor dieser Lage: Jeder darf teilnehmen, und niemandem ist von vornherein zu trauen. Die meisten BFT-Entwürfe verkraften fehlerhafte Teilnehmer bis etwa einem Drittel des Netzwerks; darüber hinaus lässt sich eine Einigung nicht mehr garantieren. Proof of Work, Proof of Stake und klassische BFT-Protokolle sind verschiedene Antworten auf dasselbe Grundproblem.
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