Glossareintrag
Hardware-Sicherheitsmodul (HSM)
Wallets & SicherheitWas ein Hardware-Sicherheitsmodul schützt, welche Richtlinien es über die Speicherung hinaus durchsetzt und warum es Anwendungszugriff nicht stoppt.
Definition
Ein Hardware-Sicherheitsmodul ist ein eigenes Gerät, das kryptografische Schlüssel innerhalb manipulationsgeschützter Hardware erzeugt, speichert und verwendet, sodass Anwendungen eine Signatur anfordern, den Schlüssel selbst aber nie erhalten können. Banken und Zahlungsnetze setzen sie seit Jahrzehnten ein, und Verwahrer, Börsen und Emittenten aus demselben Grund: Der Schlüssel existiert an einem physischen Ort unter einem Satz von Kontrollen, und ihn zu entnehmen hieße, Hardware zu überwinden, die ihren Inhalt beim Öffnen zerstört. Über die Speicherung hinaus setzt ein HSM Richtlinien durch — welche Bediener welche Vorgänge freigeben dürfen, wie viele nötig sind und was protokolliert wird — weshalb es neben Vier-Augen-Prinzip und Schlüsselzeremonien steht und nicht an deren Stelle. Zwei Grenzen gehören genannt. Es schützt den Schlüssel, nicht die Anfrage: Wer die Anwendung erreicht, kann Signaturen anfordern, ohne den Schlüssel je zu sehen. Und ein an einen Livedienst angebundenes Signiergerät ist näher an einer heißen Wallet als an Kaltlagerung.
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