Glossareintrag
Sammelkonto
Wallets & SicherheitWarum Börsen Kundenmünzen in gemeinsamen Wallets bündeln, was Ihr Guthaben dann ist und welcher Beleg von außen zur Prüfung übrig bleibt.
Definition
Ein Sammelkonto ist eine Verwahrform, bei der die Bestände vieler Kunden gemeinsam in Wallets liegen, die die Plattform kontrolliert, während der Anteil jedes Kunden nur im internen Buch der Plattform steht und nicht in einer eigenen Wallet. Nahezu jeder Handelsplatz ist so gebaut, denn erst die Bündelung ermöglicht sofortige interne Übertragungen und das Zusammenführen von Orders ohne eine On-Chain-Transaktion für jede einzelne. Die Folge: Ihr Guthaben ist eine Forderung gegen einen Eintrag und keine Münze, auf die Sie zeigen könnten. On-Chain lässt sich Ihr Anteil von keinem anderen unterscheiden, weshalb im Sammelmodell Reserve- und Verbindlichkeitsnachweis der einzige äußere Beleg sind und alles von der Richtigkeit der Buchführung und der Trennung der gebündelten Wallets vom Eigenvermögen abhängt. Die Alternative, eine eigene Adresse je Kunde, macht Eigentum sichtbar, kostet aber je interner Bewegung eine Transaktion und eine Gebühr.
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