Glossareintrag
Sybil-Angriff
Wallets & SicherheitSybil-Angriff erklärt: Wie billige Fake-Identitäten ein P2P-Netz fluten und warum Proof of Work und Proof of Stake Identität teuer machen.
Definition
Ein Sybil-Angriff ist der Versuch, unverhältnismäßigen Einfluss auf ein Netzwerk zu gewinnen, indem viele gefälschte Identitäten erzeugt werden, die wie unabhängige Teilnehmer wirken. Da jeder nahezu kostenlos beliebig viele Nodes oder Wallet-Adressen anlegen kann, brauchen offene Peer-to-Peer-Systeme eine knappe Ressource, die Identität teuer macht: Proof of Work koppelt Einfluss an Rechenleistung, Proof of Stake an eingesetztes Kapital. Sybil-Resistenz zählt auch abseits des Konsenses – beim Airdrop-Farming, bei Governance-Abstimmungen und in Reputationssystemen, wo eine Person als Tausende Nutzer auftreten kann. Ein erfolgreicher Sybil-Angriff kann eine Node außerdem mit Peers des Angreifers umstellen und ihr ein falsches Bild der Chain liefern; Wallets und Validatoren sollten sich deshalb über mehrere unterschiedliche, unabhängige Peers verbinden statt über einen einzigen Anbieter.
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