Glossareintrag
Evil-Maid-Angriff
Wallets & SicherheitManipulation eines unbeaufsichtigten Geräts, warum der Kauf beim Hersteller das nicht abdeckt und welche Abfrage sofort stoppen muss.
Definition
Ein Evil-Maid-Angriff ist die Manipulation eines unbeaufsichtigten Geräts, damit es seinen Besitzer bei der nächsten Nutzung verrät — der Name stammt aus dem Szenario eines Hotelzimmers, das gereinigt wird, während der Gast unterwegs ist. In Krypto ist das Ziel alles, was zwischen Besitzer und Signatur steht: ein Notebook mit verändertem Startvorgang oder einem Tastaturmitschnitt, ein in der Schublade liegendes Telefon, oder eine gegen ein baugleiches Stück getauschte Hardware-Wallet, damit der Besitzer PIN oder Wiederherstellungsphrase in das Gerät des Angreifers eingibt. Deshalb erledigt der übliche Rat, nur beim Hersteller zu kaufen, die Sache nicht: Er deckt die Ankunft ab und schweigt zu den Jahren danach. Die Abwehr ist physisch und organisatorisch, nicht kryptografisch: Signiergeräte dort aufbewahren, wo ihr Fehlen auffällt, manipulationsanzeigende Behältnisse nutzen, ein Gerät außerhalb der eigenen Kontrolle als verdächtig behandeln — und wissen, dass eine Wallet, die erstmals nach der Phrase fragt, das Signal ist.
Als Nächstes
Verwandte Begriffe
Mehr in Wallets & Sicherheit
KontoübernahmeAddress Poisoning (Adressvergiftung)Anti-Phishing-CodeAPI-Schlüssel-BerechtigungenBridge-ExploitBug-Bounty-ProgrammClipboard-HijackingCold Storage (Kalte Aufbewahrung)Sammlungsfreigabe (setApprovalForAll)Krypto-PhishingVerwahrt vs. nicht verwahrt (custodial vs. non-custodial)Verwahrungsversicherung