Glossareintrag
Liquidationsstrafe
DeFiDer Zusatzverlust bei Liquidation, gezahlt an den Schließenden. Liquidiert zu werden kostet stets mehr als selbst auszusteigen.
Definition
Eine Liquidationsstrafe ist der Betrag, den ein Kreditnehmer über die Schuld hinaus verliert, wenn seine Position zwangsweise geschlossen wird. Sie existiert, um denjenigen zu bezahlen, der die Liquidation ausführt: Eine unterbesicherte Position zu schließen kostet Gas und trägt Kursrisiko, und niemand täte es umsonst — also bietet das Protokoll die Sicherheit mit Abschlag an, und der Kreditnehmer finanziert diesen Abschlag. Die Höhe unterscheidet sich nach Protokoll und Sicherheitenart; volatilere Sicherheiten tragen meist eine größere Strafe, weil die Position riskanter zu schließen ist. Daraus folgt zweierlei. Eine Liquidation ist kein Ausstieg zum Marktpreis, sondern zu einem schlechteren. Und eine zu niedrig gesetzte Strafe lässt Positionen unliquidiert stehen — so beginnt uneinbringliche Forderung.
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