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Glossareintrag

OCO-Order

Handel & Märkte

Verknüpftes Orderpaar, bei dem die Ausführung der einen die andere storniert. Es verhindert doppelte Ausführung, garantiert aber keinen Kurs.

Definition

OCO steht für one cancels the other: ein Paar gemeinsam aufgegebener Orders, bei dem die Ausführung der einen die andere automatisch storniert. Die übliche Anordnung koppelt ein Ziel auf der einen Seite des aktuellen Kurses mit einer Schutzorder auf der Gegenseite, sodass die zuerst erreichte Bedingung die Position beendet und die verbleibende Weisung zurückgezogen wird. Der Zweck ist rechnerisch, nicht prognostisch: Er verhindert, dass beide Orders ausgeführt werden, was ohne die Verknüpfung eine offene Position in der Gegenrichtung hinterlassen könnte. Was er nicht leistet, ist eine Kursgarantie. Die Schutzseite ist meist ein Stopp, der bei Auslösung zur Markt- oder Limitorder wird, und erbt damit deren Verhalten — eine Marktumwandlung kann in einer schnellen Bewegung weit vom Auslöser ausgeführt werden, eine Limitumwandlung womöglich gar nicht. Verfügbarkeit, die je Seite zulässigen Ordertypen und ob beide Teile auf dem Guthaben blockiert werden, unterscheiden sich je nach Handelsplatz.

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