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Sicherheitsdossier

Gebühren von Kryptobörsen verstehen

Die Handelsgebühr ist der kleinste Teil dessen, was eine Börse Ihnen berechnet. Wo sich der Rest der Kosten versteckt — und wie man ihn misst.

Die meisten vergleichen Börsen anhand der beworbenen Handelsgebühr und hören dort auf. Diese Zahl ist meist der kleinste Kostenblock eines Geschäfts. Die teuren Teile sind leiser und tauchen dort auf, wo das Preisverzeichnis sie gar nicht Gebühr nennt.

Maker und Taker

Börsen berechnen üblicherweise zwei Sätze. Die Taker-Gebühr fällt an, wenn Ihre Order sofort gegen eine bestehende ausgeführt wird; die Maker-Gebühr, wenn Ihre Order im Buch liegt und jemand anders sie ausführt. Maker-Gebühren sind niedriger, weil Ihre Order Liquidität hinzugefügt hat. Eine Limit-Order etwas abseits des aktuellen Kurses statt einer Market-Order ist der einfachste Weg, den niedrigeren der beiden Sätze zu zahlen.

Der Spread

Der Spread ist der Abstand zwischen bestem Kauf- und bestem Verkaufskurs. Er ist echte Kosten, auch wenn ihn keine Zeile benennt: Kaufen und sofort verkaufen — und Sie liegen um den Spread im Minus, bevor eine Gebühr greift. In dünnen Märkten und ungewöhnlichen Paaren kann der Spread die genannte Handelsgebühr weit übersteigen. Einfache „Krypto kaufen"-Widgets für Einsteiger tragen oft sehr weite Spreads bei niedriger oder null beworbener Gebühr.

Ein- und Auszahlung, Netzwerkgebühren

Beim Hinein- und Herausbewegen von Geld ballen sich die Kosten. Karteneinzahlungen kosten oft mehrere Prozent; Banküberweisungen sind meist günstiger oder kostenlos. Auszahlungsgebühren unterscheiden sich zwischen Börsen für exakt dieselbe Überweisung enorm, weil jede Börse ihren eigenen Aufschlag auf die Netzwerkgebühr setzt. Existiert eine Münze auf mehreren Netzwerken, kann die Wahl des günstigeren Netzes die Kosten um eine Größenordnung verändern — sofern die Gegenseite dieses Netz unterstützt.

Umtausch und Inaktivität

Der Umtausch zwischen Währungen innerhalb einer Börse liefert meist einen schlechteren Kurs als der Handel desselben Paars im Orderbuch. Manche Plattformen erheben zudem Inaktivitätsgebühren oder Mindestguthaben. Beides ist offengelegt, beides wird leicht übersehen.

Wichtigste Erkenntnis

Fazit

Bewerten Sie die Kosten pro Hin- und Rückweg, nicht pro Trade: Zahlen Sie einen kleinen Betrag ein, kaufen, verkaufen, zahlen Sie aus — und vergleichen Sie, was zurückkam, mit dem, was Sie eingesetzt haben. Diese eine Zahl erfasst jede Gebühr und jeden Spread, den das Verzeichnis verschweigt.

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