Glossareintrag
Margin-Handel
Handel & MärkteMargin-Handel heißt, gegen Sicherheiten für eine Position über dem Guthaben zu leihen: Zinsen, Erhaltungsmarge und wer über die Schließung entscheidet.
Definition
Margin-Handel bedeutet, sich bei einer Handelsplattform oder über sie bei anderen Nutzern Kapital zu leihen, um eine Position zu halten, die das eigene Guthaben allein nicht trägt; die Einlage dient dabei als Sicherheit für das Darlehen. Es ist der Oberbegriff, unter dem die einzelnen Mechaniken liegen: Die Ersteinschussmarge ist das, was zum Eröffnen hinterlegt wird, die Erhaltungsmarge ist die Untergrenze, über der man bleiben muss, und ein Unterschreiten dieser Grenze führt zum Margin Call oder zur automatischen Schließung. Kryptoplattformen bieten das in zwei Formen an. Spot-Margin leiht Mittel oder Coins, um einen Vermögenswert zu kaufen oder leerzuverkaufen, den man anschließend tatsächlich hält, und berechnet einen stündlichen oder täglichen Zinssatz auf den geliehenen Betrag. Derivate-Margin hinterlegt Sicherheiten für einen Kontrakt statt für einen Coin und berechnet statt Zinsen die Funding-Zahlung. In beiden Fällen laufen die Kosten weiter, gleich ob sich der Kurs zu Ihren Gunsten bewegt oder nicht — eine über einen seitwärts laufenden Markt gehaltene Position kann allein an den Haltekosten verlieren. Verluste skalieren im selben Verhältnis wie Gewinne, und wann die Position geschlossen wird, entscheidet die Plattform: nach ihrem Indexpreis und ihrem Zeitplan, nicht nach Ihrem.
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