Glossareintrag
Aufbewahrung von KYC-Daten
RegulierungVerifizierungsakten bleiben nach Kontoschließung jahrelang bestehen, weil Regeln es verlangen. Ausweisdokumente lassen sich nach einem Leck nicht wechseln.
Definition
Ein Unternehmen, das Ihre Identität prüft, behält die Akte — das Ausweisdokument, das Lichtbild, den Adressnachweis, die Antworten auf Fragen zur Mittelherkunft — und es behält sie, weil Geldwäscheregeln eine Aufzeichnung verlangen, nicht bloß weil es sie nützlich findet. Die Aufbewahrungsfristen setzt die jeweilige Rechtsordnung, und sie laufen typischerweise über Jahre nach Ende der Geschäftsbeziehung; ein geschlossenes Konto löscht die dahinterliegenden Dokumente also nicht. Daraus folgen zwei Dinge. Datenschutzrechtliche Löschansprüche nehmen Unterlagen, die aufgrund einer gesetzlichen Pflicht aufbewahrt werden, in der Regel aus — genau dieser Fall —, weshalb ein Löschverlangen für die entscheidenden Teile häufig abgelehnt wird. Und die Akte ist ein konzentriertes Ziel: Ein Satz Ausweisdokumente nützt einem Angreifer mehr als ein Passwort und lässt sich nicht wie ein Passwort wechseln. Bei wie vielen Anbietern Sie sich verifizieren, ist deshalb selbst eine Entscheidung.
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